Online-Lebensmitteleinkauf

by Nadja on October 24, 2011

Schon wieder ist es Montagabend, die örtlichen Supermärkte und Läden haben schon geschlossen, der Wochenplaner ist voll, keine Zeit zum Einkaufen und der Kühlschrank ist leer: Was tun? Abhilfe schafft seit Mitte 2011 beispielsweise die Frankfurter Filiale des Großkonzerns REWE. Der deutsche Lebensmitteleinzelhändler liefert nun auch alle in den Regalen angebotenen Produkte seines Sortiments ganz praktisch nach Hause oder ins Büro zu den Kunden. Der Online-Laden bietet damit die Möglichkeit, sich von seinen Spaghetti über den Mozzarella bis zur Butter alles nach Hause senden zu lassen.

Das Online-Einkaufen im REWE Online-Supermarkt funktioniert denkbar einfach per praktischem Mausklick und kostet fünf Euro extra für die Zusammenstellung der gewünschten Lebensmittel und die Lieferung. Gerade Berufstätige in großen Städten mit wenig Zeit und noch weniger Energie, um nach langen Arbeitstagen und ohnehin schmaler Freizeit auch noch den Weg zum Supermarkt in Kauf zu nehmen und Schlange für die wöchentlichen Speisen zu stehen, profitieren von dem Angebot. Aber auch die ältere Generation kann sich dadurch Wege im Regen oder schweres Schleppen sparen. Mit dem neuen Service werden gleichzeitig Zeit, Treibstoff und das Tragen des Einkaufs gespart, und der leere Kühlschrank kann ohne Stress gefüllt werden. Nach gebuchter Bestellung beim „Angeklickt und abgeholt“-Service sucht ein Mitarbeiter der Filiale die Waren zusammen, die Lieferung kann bei Anfrage bis zum frühen Nachmittag sogar noch am selben Tag erfolgen. Zudem soll jeder Kunde bei der Lieferung noch immer eine Wahloption haben und selbst entscheiden können, ob er die Ware wirklich kaufen will. Ist der Pfirsich zu reif oder die Banane zu schwarz, kann er die Artikel vor seiner Haustür ablehnen.

Der Lieferservice wird ab einem Einkaufswert von 30 Euro angeboten, und es wird eine Summe von drei Euro bei einem Mindesteinkauf von 150 Euro erlassen. Doch noch bleiben trotz des ausgereiften Services und der Kundenfreundlichkeit viele Konsumenten skeptisch. Lebensmittel im Internet zu kaufen ist bei Weitem noch nicht salonfähig geworden – ganz im Gegensatz zu Büchern, Schuhen oder Unterhaltungselektronik. Hier werden längst Milliarden von Artikeln und Euros bewegt. Die deutsche Supermarkt-Kette will die vorherrschende Skepsis zu beseitigen helfen und setzt verstärkt auf diese neue Art der Dienstleistung.

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